Allgemein, Gesundheit, Naturheilkunde

TOPMELDUNG: Pharmafirmen besser als ihr Ruf

Gesundheit

Oder anders: so werden wir für blöd verkauft
Heute morgen eilt es über die Ticker und aus allen Zeitungen:
Moz: Es geht doch: Sparen und gute Medizin
WAZ: Neue Arzneimittel bringen Zusatznutzen
Stern: Jedes 6. Medikament bringt beträchtlich mehr
Spiegel-Online: Neu-Medikamente nützlicher als erwartet
Na endlich! Jetzt werden wir gesund und sparen noch dabei!
Vor allem handelt es sich hier um Herz-und Krebsmittel, die wir so dringend brauchen.

Leider habe ich nicht nur die Schlagzeilen gelesen, sondern den ganzen Text.
Daher währte meine Freude über diese guten Nachrichten nicht lange.
Nimmt man mal nur die Fakten, sieht das Ergebnis ernüchternd aus.
Es wurden nur 25 Wirkstoffe geprüft,
davon bringen 4 Stück beträchtlich mehr
davon wurden 9 Stück ein geringer Zusatznutzen anerkannt
es wurde bei keinem ein erheblicher Zusatznutzen anerkannt

Was geringer oder erheblicher Zusatznutzen bedeutet, bleibt uns verborgen. Ist auch für uns wohl egal, da ein hochdotiertes Gremium aus Ärzteschaft, Kliniken und gesetzlichen Kassen auf Grundlage der von den Herstellern eingereichten wissenschaftlichen Prüfungen über die Anerkennung von Zusatznutzen entscheidet und dann offensichtlich diese frohe Botschaft verkünden läßt, die sich in Prozent natürlich viel besser für Schlagzeilen und damit Vertrauensgewinnung eignet:

16% der gerpüften Arzneimittel bringen erheblich mehr: erinnern wir uns: es sind  nur 4 Stk von 25 Stk
„Stern“ nennt es: jedes 6. Medikament….4 Stk von 25 Stk
Überall ist vom Fazit: „…fast 2/3 haben einen Zusatznutzen..“  zu lesen. Das wären jedoch 16 Stück. Es sind jedoch nur 13 Stück von 25 Stück mit Zusatznutzen erkannt. Das ergibt mit 52% ein bischen mehr als die Hälfte.
Wenn uns nun verkündet wird, dass FAST zwei Drittel der geprüften Medikamente uns helfen werden – dann ist das nicht mehr und nicht weniger als ein gutes Placebo. Und von dessen immenser Heilkraft wissen wir ja schon längst. Sie ist nur nicht so teuer und nebenwirkungsreich, wie herkömmliche Medikamente.

Ein Gedanke zum Schluss: stellen wir uns eine Studie über Naturheilmittel bzw. Naturheilmethoden mit diesem Studiendesign vor: 25 Mittel/Teilnehmer/Probanden. Davon geht es „fast 2/3“ nach der Behandlung besser – ob dieses Verfahren oder Mittel anschliessend in den Heilmittelkatalog der Kassen aufgenommen würde?

Alles Gute wünscht
Renate Richter

Übrigens biete ich für das Beratungsformat „Einzelintensiv – Durchbruchsitzung nach HPZ“ eine Geld-Zurück-Garantie“ an. Das würde mich umgehend ruinieren, wenn nur jeder 6. Klient – wie bei den Wirkstoffen oben – darin einen Zusatznutzen erkennen würde….

P.S. Empfehlenswertes Buch dazu: So lügt man mit Statistik

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