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Oh es riecht fein… oder: wann Sie besser wegriechen sollten

Was wäre die Weihnachtszeit ohne die Düfte? Weihnachtsdüfte werden überall beschrieben. Und wie man sich diese Düfte immer und überall hinholen kann, dafür bietet der Handel eine überbreite Palette.

So wird gelichtelt, geduftet, gesprüht und beduftete Potpourries in Gestecke gelegt. Es muss einfach weihnachtlich duften.

Alles duftig, alles gut?
Ganz sicher nicht.

Im heutigen Artikel möchte ich zusammenstellen, was wir uns und unserem Riecher damit antun und warum das ziemlich bedenklich ist

1. Es handelt sich um ein ganzes Duftgebilde:

  • – Hautreinigung, Hautpflege, Haarreinigung, Haarpflege und Haarstyling – 5 x Duftstoffe
  • – Deodorant und Parfüm – 2 x Duftstoffe
  • – Wäschereinigung und Weichspüler, verschiedene Waschmittel – mind. 2 x Duftstoffe
  • – Haushaltsreiniger, Badreiniger – mind 2 x Duftstoffe
  • – Raumbeduftung künstlich – eventuell
  •  – Raumbeduftung natürlich- sicher
  • – Raumbeduftung – zwangsläufig: Essen, Tee, künstliche und natürliche Aromen

2. Ausdünstungen und Gerüche ohne „Duft“stoffe

  •  – Möbel, Gegenstände, Staub, Baumaterialien, Innenausstattung, Kunststoffe z.B. im Auto
  • – Kamine, Öfen, Kerzen
  • – andere Menschen, Tiere, Pflanzen

Schon allein diese Palette reicht aus, um uns vor Augen zu führen, was wir unserem Riecher für einen selbstgebrautem Cocktail zumuten.

3. Duft/ Geruch  ist immer an eine Substanz gebunden

Und diese atmen wir in unsere Lungen. Beim Raucher ist das klar, da sieht man den Rauch und kann sich die vielen Inhaltsstoffe besser bildlich vorstellen.
Bei schönen Düften atmen wir das sehr gerne ein und machen uns keine Gedanken darum, was wir da gerade in unsere Lungen tanken. Bei schlechten Gerüchen halten wir uns die Nase zu und möchten davon nichts im Körper haben. Bei geruchlosen, schädlichen Stoffen merken wir nur die Auswirkungen wie Übelkeit und Kopfscherzen.

Was ist denn Duft, Geruch überhaupt: was riechen wir? Das sind die Moleküle von bestimmten Stoffen, die in die Luft abgegeben werden und die auf ihre spezifische Weise die Geruchsrezeptoren (+Geschmacksnerven) reizen.

Dabei sind die Reizungen durchaus unterschiedlich, trainierbar und verlernbar. Und vor allem auch ist „Geruch“ = Moleküle immer da, ob wir es nun wahrnehmen/riechen oder nicht. Vergleiche auch unterschiedliche Wahrnehmungen von z.b. Rauchern, Parfumeuren.

Damit muss unser Riechorgan klar kommen, unser Gehirn muss diese vielen Informationen verarbeiten und der Körper muss diese Gerüche = Moleküle von bestimmten Substanzen verstoffwechseln und wieder ausscheiden.

Oder was dachten Sie, passiert mit dem Geruch in Ihrem Körper? Sie kennen doch die Wirkung des Duftes einer frisch gebrühten Tasse Kaffee und des eines alten Lappens auf Ihre Laune und Sie kennen doch die durchaus körperliche Wirkung von „verpesteter“ schlechter Luft. Geruch – ob nun wahrnehmbar oder nicht – wirkt auch immer körperlich.

Vielleicht kennen Sie das auch: Sie verbinden ganz bestimmte Gerüche mit bestimmten Situationen: das kann der „Duft“ von Bohnerwachs und Essen aus der Schulzeit sein, der von Desinfektionsmitteln von einem Krankenhausaufenthalt, der Duft von Ommas Köllnisch Wasser oder das Parfum an einer ganz bestimmten Person. Das Spannende daran ist, dass Sie viele Jahre später auf diesen Geruch treffen können  und sofort vor Ihrem inneren Auge diese Situationen glasklar präsent haben.

Das zeigt die tiefe Wirkung auf unsere Nerven- und Gehirnaktivitäten.

Kommen wir zurück zur Konjunktur des Duftes in der Weihnachtszeit gepaart mit dem „ganz normalen Wahnsinn“ der Beduftung aus Körper- und Wäschepflege.

Wenn wir uns verdeutlichen, was wir da alles über die diversen Luftwege, Schleimhäute in unsere Lungen, in das Blut und den Stoffwechsel schicken, dass dieser „Duft“ ein sehr komplexes Gemisch aus Molekülen unterschiedlichster Herkunft ist, dessen Wirkung und Auswirkungen wir nicht ansatzweise erfassen können, ergibt sich meistens von allein, dass man die Duftorgien etwas einschränken will.

Von diesen unbemerkten chemischen Keulen quasi dauerbetäubt, wundern wir uns dann über Dauermüdigkeit, Darm- und sonstiger Trägheit, schlechten Schlaf und auch Gewichtszunahme in den Wintermonaten und suchen die Lösungen in „belebenden“ Duftlampen, Vitaminen, Tageslichtlampen und Entsagungen bei den leiblichen Verlockungen,  anstatt einfach an frischer Luft wie man so schön sagt: den Kopf wieder freizukriegen.

Machen Sie sich jetzt nicht den Stress und suchen auf jeder Packung: frei von Duftstoffen….Das gibt es nicht.

Was Sie tun können? Hier meine Tipps für Sie:

– verwenden Sie Raumbedufter, Körperduft, Deoadorant sehr bedacht und sparsam. Die meisten sind überflüssig: beim Adventskaffee müssen sich nicht Lebkuchen, Kaffee und Aromakerze um den Vorrang streiten mit dem Geruch von Weichspüler, Deo und Eau de Toilette und Febreze.

– trainieren und verwöhnen Sie Ihren Geruchssinn ganz bewußt: schnuppern Sie an natürlichen Gerüchen und prägen sich diese gut ein. Nehmen Sie einen Zweig Tannengrün, eine Orange, eine Zimtstange und schnuppern Sie. Von diesem kurzen intensiven und natürlichen Dufterlebnis haben Sie mehr, als von einer dauerhaft chemisch bedufteten 0815 Raumluft.

– pflegen Sie Ihr Riechorgan, Ihren Geruchssinn: schützen Sie diese vor Stress und Irritationen, achten Sie auf intakte Schleimhäute (Feuchtigkeit) und nutzen Sie jede Gelegenheit, frische Luft zu tanken.

– statt dieses ganzen Duftzinnobers holen Sie sich ein wunderbares einzigartiges Parfum – Ihr Parfum

Damit hätte wir auch die Geschenkideen „bedient“.

Alles Gute in der Adventszeit

Ihre Renate Richter

P.s. Vielleicht haben Sie sich eben gefragt: was hat denn der Raumduft mit Gewichtszunahme zu tun. Dafür gibt es eine einfache Erklärung, die nicht nur in der Weihnachtszeit aktuell ist – aber das ist ein weiteres Thema – schauen Sie wieder hier vorbei.

 

 

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Diskussionen

2 Gedanken zu “Oh es riecht fein… oder: wann Sie besser wegriechen sollten

  1. Es ist gut, dass du mir das mit deinem Posting mal wieder deutlich in Erinnerung gerufen hast. Wegen meiner Allergieneigung meide ich soweit es geht ohnehin künstliche Duftstoffe, nehme auch keinen Weichspüler. Aber auf meine Duftlampe mit weihnachtlichen Düften in der Adventszeit möchte ich nicht gerne verzichten, habe aber hochqualitative Öle aus dem Reformhaus.
    Wünsche Dir trotz allen Bedenken eine wunderbar duftige Adventszeit. Liebe Grüße von
    Barbara 🙂

    Verfasst von Barafras Kochlöffel | 2. Dezember 2011, 13:33
  2. Hallo Barbara, ich habe natürlich auch Räuchermännchen und die obligatorische Orange mit Nelken im Gesteck.
    Ich möchte mit dem Beitrag deutlich machen, dass wir alle ein bischen achtsamer mit unseren vielen Möglichkeiten sind: es ist einfach zu viel, zu jeder Zeit möglich und verfügbar.
    Und viele der heutigen Beschwerden führen zu einem überforderten Stoffwechsell, da braucht es keine Therapien, keine Wundermittel und kein Bio bio sondern nur den gesunden Menschenverstand – sofern der halt nicht „verduftet“ ist.
    Danke für Deinen Kommentar und ein wunderschönes 2. Adventswochenende MIT Duftlampe
    wünscht
    Renate

    Verfasst von Renate Richter | 3. Dezember 2011, 08:43

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