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Winter – Heizungsluft – Trockene Haut? Welche Lotion ist die beste?

Die Heizperiode ist da und für viele beginnt nun die Suche nach dem besten Mittel zur Pflege der Haut.
Gerne helfe ich Ihnen dabei. Es kann allerdings auch sein, dass Sie nach dem Lesen des Beitrages künftig zunächst alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen möchten, bevor Sie zu einer Lotion greifen?
Einige Alternativen davon führe ich am Schluss des Beitrages auf.

Gründe, warum Ihre Haut nicht wirklich mit Lotionen verwöhnt werden kann

1. Es war sicher nicht vorgesehen, dass die menschliche Haut von aussen mit Fett und Feuchtigkeit versorgt / ernährt werden muss.
Angesichts des Booms erst in den letzten 30 Jahren für die Hautpflegeprodukte kann davon ausgegangen werden, dass unsere Vorfahren doch ganz gut ohne das alles auskamen.

2. Ich habe den Verdacht, dass durch die Verwendung der Hautpflegeprodukte erst ein Bedarf geschaffen wird, der wiederum nur durch diese Produkte selbst gedeckt werden kann.

Was passiert in vielen Bädern morgens lange vor um halb 10 Uhr in Deutschland?

  • Duschen mit Duschbad
  • Haarewaschen mit Shampoo
  • Eincremen mit Lotionen, Ölen
  • Deodorant mit Spray, Roller
  • Haarpflege mit entspr. Mittel

Das heisst im Klartext: zunächst wird Haut und Haar mit mehr oder weniger aggressiven Substanzen bearbeitet/ „gereinigt“, um sie danach mit diversen Pflegeprodukten wieder zu „verwöhnen“: also wieder auf Normalzustand zu bringen. Dazu werden wiederum Produkte genutzt, die ihrerseits wieder einen Bedarf an waschaktiven Substanzen fordern. Diesen Kreislauf kann man nicht durchbrechen, in dem man nun nach einem noch besseren, noch wirksameren Produkt sucht.

3. Die Einzelbestandteile der Reinigungs-  und Pflegeprodukte ergeben ein undefinierbares Gemisch aus natürlichen, chemischen, chemisch/physikalisch bearbeiteten usw. Stoffen. Die Wirkung des einzelnen Stoffes mag nachgewiesen sein, das Zusammentreffen dieser vielen, vielen Einzelstoffe untereinander, aus den verschiedenen Produkten und dann noch mit den individuellen Ausscheidungsprodukten der Haut selbst zzgl. den Duft-, Weichspülstoffen oder Waschmittelrückständen aus der Kleidung und der Raumbeduftung durch Reiniger und Duftspender: das ist ein nicht beherrschbarer Giftcocktail. Dessen Wirkungen kann man sicher nicht dadurch ausschliessen, in dem man nochmehr Bestandteile dazu fügt.

4. Kosmetikprodukte – egal welche Zertifizierung sie haben, sind chemisch/ industriell hergestellte Produkte. Die vielen guten, natürlichen Inhaltsstoffe sind so bearbeitet und verändert worden, dass diese Kosmetikprodukte genauso „tot“ sind, wie Fertigprodukte zum Essen.

5. Ohne Konservierungsstoffe keine Haltbarkeit. Da nützt auch keine Aufschrift „ohne Konservierungsstoffe“. Irgendwo steht dann ganz klein: lt. Gesetz. Auch dies gilt für viele Lebensmittel. Im Gesetz ist eben definiert, ab wann und welche Stoffe deklariert werden müssen.
Ich habe da ein „Schlüsselerlebnis“ mit einer Marken-Öko-Babylotion. Natürlich ohne Konservierungsstoffe. Jedoch: in dem Produkt war soviel Alkohol enthalten, dass mir die Augen brannten. Was macht das dann erst mit einer Babyhaut?
Im Gegensatz dazu kann man doch beobachten, wie schnell ein wirkliches Natur-Produkt in einem feuchtwarmen Bad umkippt.

Das Gleiche gilt für „ohne Duftstoffe“. jeder, der mal eine Salbenmanufaktur besucht hat oder in der heimischen Küche eine Salbe gerührt hat aus Naturstoffen, weiss, dass ohne Bleiche keine Creme/Lotion diese Farbe hat, ohne Zusatzstoffe es nie so eine Konsistenz geben kann, ohne Emulgatoren sich das Wasser vom Öl trennt.

Merke: OHNE heisst in Kosmetik- wie in Lebensmittelbranche nicht, dass nichts davon enthalten ist!

5. Immer wieder gibt es Horror-Meldungen zu einzelnen Stoffen, die plötzlich als bedenklich eingestuft werden und es gibt wiederum Meldungen von sensationellen Ergebnissen bei der Anwendung.
Nivea wirbt zum Beispiel damit, dass in den Produkten auf Parabene verzichtet wird – es wird jedoch nicht über den Ersatzstoff gesprochen. Ist dieser nun wirklich besser oder ist er noch nicht genug untersucht?
Diesen sogenannte wissenschaftlichen Erkenntnissen nun immer zu folgen, ist eine große Herausforderung.
Die Debatte um Nanopartikel ist sicher geläufig: einst Wundermittel zum „Einschleusen“ der Wirkstoffe in tiefere Hautschichten, stellt sich dann heraus, dass diese Stoffe eher als bedenklich eingestuft werden müssen.

6. Ob Naturheilkunde oder Montessori: im Vordergrund sollte auch bei der Körperpflege der Leitsatz stehen: Hilf mir, es selbst zu tun.
Wenn ich meiner Haut die Feuchtigkeitsregulation und die Fettproduktion durch die äusserliche Zufuhr abnehme, lege ich die körpereigenen Funktionen still. Dies wiederum führt wieder zu dem Kreislauf: ich muss etwas zuführen.

7. Das Ergebnis ist ein anhaltendes Unwohlgefühl in der Haut, das schnelle Gefühl der fettigen Haare. Es juckt und kribbelt, die Haut spannt. Es muss eine Lösung her und zwar schnell und einfach. Und diese wird so eindringlich versprochen, dass absolut paradoxe Handlungen getätigt werden, fragwürdige Produkte gekauft und angewendet werden und dass oft vergessen wird, andere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen.
Wir spülen die Handtücher schön weich, damit sie sich angenehm anfühlen, gleichzeitig verwenden wir ein „kratzendes“ Peeling.

8. Die Haut als Spiegel unserer Seele. Es gibt auch den Spruch: die Augen sind der Spiegel der Seele, die Haut ist der Spiegel des Darms. Es bleibt: wie innen, so aussen. Sie können die Augenringe wegschminken, der Schlafmangel bleibt; auch die trockene Haut kann von aussen geglättet werden, die gestörte Feuchtigkeitsproduktion bleibt. Fakt ist: in Ihrem Körper ist etwas nicht ganz so, wie es sein soll. Das Wegcremen der Sypmtome beseitigt nicht die Ursachen.  Trockene Haut ist übrigens auch ein Zeichen für trockene Gelenkknorpel – die können Sie nicht eincremen.

9. Wenn die Haut sich nicht gut anfühlt, dann liegt es meist nicht an der äusserlichen Unterversorgung an irgendwelchen Stoffen – siehe oben, sondern meist an einer Überbelastung oder einer Überversorgung.

Da die Haut kaum noch auf natürliche Weise beansprucht wird, z.B. durch rasche Temperaturwechsel oder grobe Wäsche auf der Haut, ist sie schneller überfordert, wenn diese Anforderung kommt.
Die Haut als größtes Ausscheidungsorgan wird in ihrer Funktion massiv behindert. Der Abtransport der Ausscheidungen durch Schwitzen wird der Haut unmöglich gemacht, zum einen durch die Kleidung, den Luftabschluss, zum anderen durch die aufgetragenen Substanzen (Lotion, Deo). Hinzu kommt, dass die für die Ausscheidung förderliche Bewegung des Körpers und in den Zellen unterbleibt.

Auf der Haut bildet sich also ein Gemisch aus aufgetragenen chemischen Substanzen und den eigenen natürlichen Ausscheidungen. Sofern unser Körper, die Ernährung top in Ordnung sind, sind diese natürlichen Ausscheidungsprodukte sicherlich kein Problem. Genauso wie frischer Stuhl oder Urin gesunder Menschen absolut keinen unangenehmen Geruch oder abartige Konsistenz haben, hat frischer Schweiss keine Gerüche oder klebrige Konsistenz. Genau wie bei dem einen ein bis zwei Blatt normales Toilettenpapier reichen würden, würde bei der Hautpflege klares Wasser mit ein wenig Seife zur normalen Reinigung reichen.

Angeregt vom duftenden Angebot reicht das oft nicht mal dem völlig Gesunden: Also wird weggereinigt, was garnicht da ist und zugeführt, was eigentlich garnicht fehlt. Der Kreislauf bleibt in Schwung.

Das ist Ihnen jetzt doch ein bischen zu grob? Doch was meinen Sie: wenn ein Vierbeiner trockenes Fell hat, eine trockene Schnauze, wird doch auch nicht zur Lotion oder einem Lippenpflegestift gegriffen, sondern sofort auf seine Ernährung geachtet und ob er artgerecht lebt. Noch jedenfalls.

Sollten wir nicht diese Überlegungen auch für uns Menschen an erste Stelle rücken?
Haben Sie nun Lust bekommen, diesen Kreislauf für sich zu unterbrechen?

Meine Tipps für eine schöne, gesunde Haut:

Ernährung ist das A und O! Beachten Sie bitte auch: Zuviel des Guten ist nicht besser! Sondern: Weniger ist mehr! Essen Sie, was Sie möchten, aber nur wenig von allem. Frisch zubereitet, saisonal und regional ist wichtig. Die vielfach empfohlene Abwechslung und exotische Produkte sind GENUSSmittel und als solche gerne und aufmerksam zu geniessen.

– Verzichten Sie auf einige der Körperpflegeprodukte zumindest für eine Versuchszeit!
Beginnen sie, die verwendete Menge zu reduzieren, die Abstände zu vergrößern, ein Spannen der Haut auch mal auszuhalten. Tipp zur Soforthilfe wenn die Haut spannt: streichen Sie sanft darüber. Das tut auch der Seele gut.

Trinken – Klares Wasser! Nix Sauerstoff oder Wirkstoff oder Geschmacksstoff! Muss alles doch nur wieder ausgeschieden werden.
Wenn Sie gut ernährt sind, d.h. nicht Unmengen an nicht verstoffwechselten Ausscheidungen zu bewältigen haben, dann müssen es nicht 3 Liter/Tag sein. Das fördert nur die Ausschwemmung von wichtigen Stoffen. Für Reinigungs/ Entschlackungs/ Entsäuerungsprozesse ist die zeitweise Unterstützung mit sehr hoher Trinkmenge unablässig.

Bewegen Sie sich – es muss kein Sport sein: Bücken, Recken, Strecken, Schütteln: halten Sie Ihr Bindegewebe in Bewegung. Nur so gelingt der Abtransport der Stoffe zur Ausscheidung.

– Setzen Sie die Haut so oft wie möglich der frischen Luft aus – direkt – ohne Kleidung, auch das fördert den Abtransport/Ausscheidung. Trainieren Sie den Temperaturwechsel: gehen Sie mal schnell ohne Jacke oder barfuss raus: frieren Sie mal richtig und gehen dann wieder ins Warme. Es muss nicht immer Sauna sein.

– Unterstützen Sie insbesondere Ihre Körperenden: Füsse, Hände, Kopfhaut. Hier findet vorwiegend die Ausscheidung statt. Haben Sie Hornhaut oder schlechte Nägel: bürsten bürsten bürsten. Vorwiegend in lauwarmen Wasser bis zum Ellenbogen, bis zu den Knien! Wie vor einer OP. Gerade auch morgens, wenn nachts Ihr Körper ganze Ausscheidungsarbeit geleistet hat: befreien Sie Ihren Körper, Hände, Füsse von den Ausscheidungsresten.
Sie werden  – wie viele meiner Kunden – sehr erstaut sein, wie schnell und wie schön ihre Nägel durch diese einfache Maßnahme werden ohne Handcreme!

Frottieren Sie Ihren Körper (Problemstellen noch mehr) nach dem Baden/ Duschen kräftig/ gründlich ab. Ellenbogen, Knie. Insbesondere im Sommer fördert es die schöne glatte Haut.

– Nehmen Sie wieder regelmäßig ausgiebige Bäder. Von Cleopatra sind nicht nur die ausgiebigen Bäder in Eselsmilch überliefert, sondern auch stundenlange Auslaugbäder. Nein – Ihre Haut trocknet nicht aus, sofern Sie in Meersalz oder in Basenbad baden!

– Und bei den Schüssler Mineralstoffen sind es die Nummer 8: Natrium Chloratum – ja das potenzierte Kochsalz. Es hilft den Feuchtigkeitshaushalt zu regulieren. Es reicht auch dort hin, wohin keine Creme kommt und Feuchtigkeit wichtig ist: Schleimhäute, Gelenknorpel, Augen.
Nr.1  Calcium Fluoratum: zuständig für die Elastizität der Haut.
Nr. 11. Silicea – gibt Festigkeit
Sollten Sie Nr. 11 hochdosiert und über längere Zeit zu sich nehmen wollen, ist die Kombination mit Nr. 9 unabdingbar.
Weitere Mittel können angezeigt sein für schöne Haut. Zum Beispiel bei Cellulite: unglaubliche Vorher-Nachher Bilder.

Einen tollen Nebeneffekt hat die Einnahme der Schüssler Salze insbesondere Nr. 8 übrigens auch noch: Durch die verbesserten Wasserhaushalt frieren wir Damen nicht mehr so schnell.

Probieren Sie es aus. Es lohnt sich.
Haben Sie tolle Erfahrungen gemacht oder haben Sie einen Tipp – gerne veröffentliche ich Ihren Kommentar

Alles Gute

Renate Richter

Schöne Haut auch im Winter ist keine Hexerei und kein Geschenk aus dem Labor!

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Diskussionen

3 Gedanken zu “Winter – Heizungsluft – Trockene Haut? Welche Lotion ist die beste?

  1. Lieber Leser: bitte gehen Sie ganz dringend auf diese Seite. Der Betreiber hat es nötig, so plump Werbung zu machen, da kann ihm doch geholfen werden!

    Verfasst von Renate Richter | 23. November 2011, 17:54

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