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Iiiihh, …darüber spricht man doch nicht!

Ok – dann lesen wir eben darüber: über den gesunden Darm und seine Ausscheidungen.

Bekannte Schauspieler gestehen uns in Werbespots, dass Sie zur Darmkrebsvorsorge gehen und dass es gar nicht schlimm ist:

Vorsorgeuntersuchung gut – alles gut? 

Eine Untersuchung kann nicht vorsorgen. Vorsorgen müssen und können wir nur alleine. Und zwar lange bevor die Kassen die Untersuchungen empfehlen und bezahlen. Wenn die Untersuchung „positiv“ ist – dann ist es für das Vorsorgen zu spät. Diese Untersuchung ist nämlich „nur“ eine Früherkennung von  pathologischen (krankhaften) Veränderungen.

Und es geht mitnichten nur um den Darmkrebs.

„Chronische Darmstörungen sind das unbekannteste, weitverbreitetste und verhängnisvollste Leiden des modernen Menschen“,  F.X. Mayr (1875-1965)

Was würde Herr Mayr wohl heute sagen: Schätzungen zufolge leiden 25-30% der heutigen Bevölkerung an chronischen Problemen mit der Ausscheidung/Verdauung. Tendenz stark steigend

Wissenschaft und Erfahrungsheilkunde sind sich hier ausnahmesweise einig: Darmstörungen/ Darmkrankkeiten haben ihre Ursache in der „modernen“ Lebensweise der westlichen Zivilisation.

Bevor es zu krankhaften körperlichen Veränderungen kommt, gibt der Körper uns eine Menge Zeichen, dass etwas nicht stimmt.
Doch gerade beim Darm und den Ausscheidungen übersehen wir gerne die kleinen – doch so deutlichen Anzeichen. Hier paaren sich Nachlässigkeit, Nichtwissen mit einer gehörigen Portion Scham. Blutdruck und Magendrücken sind da eher salonfähig.
Mit dem Angebot der Industrie und den vielen Erleichterungen im Badezimmer: wie  Supersoftflauschpapier, Feuchttücher und Duschen im WC Becken kann man dem Problem ja tatkräftig zu Leibe rücken und es ist dann „keiner Rede wert“….

Mit den Angeboten der Pharmazie zur Verminderung von Blähungen, Durchfall oder Verstopfung, wird es ebenso sehr einfach, eine körperliche Beeinträchtigung wegzudrücken, ohne deren wahre Ursachen und Folgen! zu beseitigen. Das gilt übrigens nicht nur für die allopathischen Medikamente, sondern auch für die meisten naturheilkundlichen Mittel.

Wie es ist, wenn es gut ist? 

  1. wohlgeformter Stuhlgang in einer teigigen, kompakten  Konsistenz gehört regelmäßig ausgeschieden. Die Ausscheidung erfolgt ohne Probleme wie Drücken bzw. Warten und endet mit dem Gefühl der vollständigen Entleerung
  2. Die Häufigkeit ist abhängig von den Lebens- und Essgewohnheiten von 3x täglich bis 3x wöchentlich und ist eher zweitrangig, wenn o.g. Beschaffenheit erreicht ist.
  3. Zur anschliessenden Reinigung werden lediglich zwei, drei Blatt normales Toilettenpapier benötigt, kein Schmieren oder Kleben erfordert die feuchte Reinigung
  4. Blähungen und Winde treten – wenn überhaupt – nur direkt in Zusammenhang mit bestimmten Lebensmitteln auf
  5. Der Geruch ist „harmlos“. Säuerlicher, fauliger, auffallend schlechter Geruch weist auf nicht ausreichende Verdauung hin
  6. Die gesunde Darmpassage dauert nicht länger als 20-30 Stunden. Regelmäßiger Stuhlgang ist kein Zeichen für eine normale Passage und vollständige Verdauung bzw. Entleerung. Die Passagedauer bei sich können Sie mit dem unzerkauten Verzehr einer Handvoll Sonnenblumenkerne testen.
  7. Durchfall ist eine Körperreaktion zur vermehrten Ausscheidung und sollte in keinem Fall selbst unterdrückt werden. Anhaltender Durchfall (erhöhte Frequenz und wässrig) gehört zum Arzt!
  8. Fisteln, Ausbuchtungen, Wölbungen, Einrisse, Pilze usw. am After und auch Hämorriden sind die Folge der Missachtung o.g. „Kleinigkeiten“. Die Beseitigung dieser wird solange erfolglos bleiben, wie nicht „weiter oben“: Dickdarm, Dünndarm, Magen, Mund, Kopf etwas geändert wird.
  9. An einem regelmäßigen Entleerungsbedürfnis nach dem Frühstück können Sie erkennen, dass Ihr Körper in der Nacht optimal und entspannt gearbeitet hat; Sie offensichtlich eine hohe Schlafqualität haben.

Was Darm und Niere nicht ausscheiden,
scheidet die Haut aus, was die Haut nicht ausscheidet, scheidet die Lunge aus,
was nicht ausgeschieden wird,
führt zum Tod.

aus China

Statistisch gesehen benutzt jeder von uns pro Gang 8,6 Blatt, pro Tag 57 Blätter und im Jahr 15 kg Toilettenpapier in Deutschland. In Europa sind es durchschnittlich nur 13 kg. (Quelle:http://de.statista.com)

Und wieviel Toilettenpapier benötigen Sie?

Wenn Sie wieder „weniger verbrauchen“ wollen, sind nicht zuerst radikale aufwendige Darmreinigungskuren angezeigt. Diese können ohne entsprechende Vorbereitungen und Durchführung sehr belastende Auswirkungen auf Ihren Gesundheitszustand haben. Die Erfolgs-Berichte von den verschiedensten (Darm) Reinigungskuren klingen sehr verlockend, sollten uns aber nicht verleiten, mal eben so sie mit einer Internetanleitung durchzuführen .
Richtig und vollstängig vorbereitet, begleitet und durchgeführt, können solche Programme wirklich wahre Wunder vollbringen.
Insbesondere Personen, die bereits unter Krankheits-, Stress- und  Erschöpfungssymptomen leiden, ist von der Ad-hok Durchführung dringend abzuraten.

3 kleine äußerst wirksame SOFORT Tipps

  1. trainieren Sie – jetzt gleich und sooft wie möglich – den Schliessmuskel. Das bedarf keiner zusätzlichen Zeit oder Aufwändung, fördert jedoch immens die Durchblutung und Elastizität. Wenn Sie schon dabei sind, dann spannen, entspannen Sie einfach die Bauchdecke gleich mit. Das bringt einen lahmen Darm direkt in Schwung.
  2. greifen Sie zum Glas Wasser und trinken Sie
  3. kauen Sie Ihr Essen, egal ob aus der Kantine, der Frittenbude oder dem Bioladen ausgiebig und lange. Üben Sie das immer wieder. Verdauung beginnt im Mund. Es gelingt mit jedem Mal besser.

Alles Gute wünscht
Renate Richter


Machen Sie mit bei der anonymen Umfrage:
Hand aufs Herz: Haben Sie die drei kleinen Tipps für die Darmpflege gemacht????
(polls)

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Diskussionen

11 Gedanken zu “Iiiihh, …darüber spricht man doch nicht!

  1. Hallo und danke für den Tipp mit den Sonnenblumenkernen.
    Und den Artikel. Der ist sehr interessant.
    Mein Mann wollte mir lange Zeit nicht glauben, dass seine Mahlzeit nicht beim nächsten Stuhlgang ausgeschieden wird, besonders stark zu diskutieren hatten wir das, als der Hund etwas verschluckt hat, und er eine halbe Stunde später krampfhaft in der Hinterlassenschaft kramte . Ohne Erfolg, es dauerte etwas, bis wir sicher waren bzw fündig wurden. Jedenfalls werde ich ihm mal das Experiment vorschlagen. Wobei unsere Ärztin (Dr. ; Naturheilkunde)
    Ansonsten: Uns werden so enorm viele halbe Wahrheiten untergeschoben, dass es doch g ar nicht mehr auffällt wie sehr gelogen wird, dass ebenso wichtige aber „nicht lukrative Krebsleiden einfach gar nicht „vorgesorgt“ werden, fällt immer nur dann empfindlich auf, wenn erneut jemand wegen einem labidaren Darminfekt abgeschoben wird, und drei Monate weiter findet man metastasen in der Leber. So geschehen meiner Freundin.
    Und wie man sie jetzt „behandelt“ schreit zum Himmel
    Auf den Tisch kommt eben immer nur das was Gewinn verspricht, und nicht was man vielleicht heilen könnte, ganz abgesehen davon, dass bei vernünftiger sachbezogener Information und Aufklärung jedem, eine Chance gegeben wäre, bis auf erb- und umweltbedingte Risiken so mancher Fehler und einiges an Krankheiten vermeidbar wären.

    Ich hoffe dass viele das lesen, und auch damit richtig umgehen können

    Verfasst von Diotima | 9. September 2011, 14:10
    • Hi, Diotima,
      schön, wenn Ihnen der Artikel gefällt und er wieder ein Stückchen Wissen gebracht hat.

      Ich gehe jedoch nicht damit konform: uns werden soviel halbe Wahrheiten untergeschoben oder auf den Tisch kommt nur, was Gewinn verspricht. Das sind pauschale Urteile, die – wenn sie wirklich stimmen würden, gleichbedeutend wären mit: niemand hat Handlungsfreiheit, niemand hat mehr die Verantwortung. Wir sind nur noch warme Masse.

      Die Verantwortung für die Kommerzialisierung der Medizin und Heilkunde einzig den Anbietern zu übergeben, kann nicht richtig sein! Ebenso wie nicht die Industrie allein schuld ist an dem Müll, der täglich auf unseren Tischen landet. Wer ein Hühnchen für 1,99 Euro kauft, total denaturiertes Essen: Kohlrouladenmenü für 2,99 eingeschweisst ohne Kühlung 2 Jahre haltbar, „Erdbeer“joghurt im Dezember. Sorry, da will einer beschissen werden!

      Mir begegnen ja nun einige Menschen auf ihrer Suche nach Hilfe und bei mir gibt es keine „BEhandlung“ sondern nur eine Anleitung zum Selber handeln. Für viele ist es doch ein Schock, zu erfahren, wieviel sie selber bewegen könnten und wie einfach das ist. Und dann? Machen Sie es doch nicht.
      Daran ist aber nun keine höhere Macht beteiligt.
      Bestes Beispiel: die 3 Soforttipps am Ende…wer hat sie gemacht und nciht nur gelesen???
      Schönen Tag
      RR

      Verfasst von Renate Richter | 9. September 2011, 14:42
  2. Ja offenbar, liegt hier ein großes Missverständnis vor. Bis dann

    Verfasst von Diotima | 10. September 2011, 09:41
  3. Danke für den gut recherchierten Artikel. Die Infos finden sich sonst selten…
    Hier habe ich noch eine Studie wie sich die Symptome von Reizdarm wegsingen lassen…
    http://shivanireutlingen.wordpress.com/2010/04/15/reizdarmsymptome-einfach-wegsingen/

    Verfasst von shivani | 17. September 2011, 22:35
    • Hallo, Shivani – willkommen auf meinem Blog. Schön, wenn der Artikel gefällt – es würde mich freuen, wenn ncoh viel mehr Menschen sich um Ihre „Hinterlassenschaften“ kümmern, bevor sie dann einen Reizdarm entwickeln.
      Danke für den Link mit dem Reizdarm. Bestimmt hilft uns allen viel mehr Singen für mehr als den Reizdarm. Die ganze Atemtechnik könnte sich (wieder) verbessern. Was sind Ihre Erfahrungen – sind Menschen mit einer chr. Entzündung eben wie Reizdarm dann zu bewegen, sich mit solchen „Lappalien“ zu behandeln wie Singen?
      Herzliche Grüße nach Reutlingen
      RR

      Verfasst von Renate Richter | 18. September 2011, 18:58
  4. Hallo Re,

    danke für diesen tollen Artikel, schön, das einmal alles so gut erklärt zu lesen und sich alles richtig bewusst machen zu können. Ich stimme dir voll zu, dass jeder von uns (meistens 😉 ) die Wahl hat, was er zu sich nimmt.
    Die 3 kleinen Soforttipps praktiziere ich schon seit längerem, die sind Gold wert! Ganz nebenbei trainiere ich meinen Schließmuskel zusätzlich noch beim SPORT 😉 – auch wenn das nicht sein muss, da hast du Recht.
    Den Tipp mit den Sonnenblumenkernen werde ich meinem Mann nahe legen. Denn er denkt auch meistens, dass zwischen Mund und Schließmuskel nur eine gerade Strecke Darm liegt und nicht viele Meter;-)

    Liebe Grüße von
    Barbara

    Verfasst von Barbara | 3. November 2011, 15:58
    • Hallo Barbara – ja, man hat wohl die Qual Wahl, was man zu sich nimmt. Im Zweifel einfach weglassen, man ißt eh zuviel von allem.
      Ich bin ein Fan vom Sport, den man macht aus Spass. Es soll ja sogar Radfahrer geben, die in die Berge schnaufen und dabei fröhlich aussehen. …oder?
      Viel zu oft höre ich: ich hab so wenig Bewegung, weil ich für Sport keine Zeit habe. Dabei hat Bewegung nichts zwingend mit Sport zu tun.

      Dein Mann ist übrigens nicht allein mit dieser vereinfachten Vorstellung. Je mehr man über den Darm weiss, desto mehr Respekt bekommt man und vielleicht auch Motivation, ihm was Gutes zu tun.
      Liebe Grüße und Danke für den Kommentar
      RR

      Verfasst von Renate Richter | 3. November 2011, 17:27
  5. Toller Artikel! Aber Pilze im Darm habe ich nicht gefunden… ?! Hat da jemand Erfahrung wie man diese los wird?

    VG

    Verfasst von sandy | 13. August 2013, 21:26

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