Allgemein, Beobachtet, Gesundheit, Schüssler Salze, Sonnenschutz

Sonnenschutz – was soll man denn noch glauben? Oder sind die alten Tipps doch besser?

Gestern kam auf SAT 1 Herr Meyer mit Akte 20.11 und einem Beitrag zum Sonnenschutz.
Naklar, da blieb ich dran und hoffte auf ganz seriöse Informationen zu einem gerade hochaktuellen Thema.

Schon während der Sendung wich mein Entsetzen über die absolute Irreführung von Verbrauchern durch den seriös erscheinenden Herrn Meyer, meiner „investigativen“ Erregung: was und wer steckt dahinter.
Welches Produkt soll hier vermarktet werden? Sonnencreme allgemein? Oder gibt es ein spannend neues Produkt? Wer bezahlt heute den Dreh?

Hier kommt meine private Akte zur Akte 2011 – Sonnenschutz

Worum ging es in der Sendung?

1. Panik – es wurden krebsrote Rücken gezeigt und ein Doktor berichtete über die daraus resultierenden  Hautkrebserkrankungen
2. Panik – mit einer Lupe wurden die Hautalterung gemessen und den Menschen gesagt, dass ihre Haut Jahre um Jahrzehnte älter aussieht, als sie selbst sind
3. Panik – es wurden Messungen der UV Strahlung unter einem Sonnenschirm gemacht, die fast genauso hoch ist, als ohne Schirm.
4. Panik – wieder mit einer Technik (UV Licht?) wurde gemessen, wie schlecht die Sonnencreme verteilt war

Und natürlich gab es auch die Lösung!  Meine Lösung wäre: Schluss mit Braten, aber ich verkaufe ja kein Produkt
Eincremen und zwar nicht mit Sonnenspray (das sprüht ja nur vorbei – wurde auch schön gezeigt), sondern mit Sonnenmilch und damit man richtig geschützt ist, muss man sich ausreichend eincremen.
Tipp: alle 2 Stunden schön dick eincremen und damit man auch auf die richtige Menge kommt, sollte man in einem Kronkorken die Menge abmessen. Aber es gibt auch eine simplere Lösung: Pumpspender. Punktgenau und sicher und ausreichend dosiert….

Während bei allen sonstigen Sonnenschutzprodukten der Markenname verdeckt war – es war ja keine Werbesendung oder doch?, gab es plötzlich bei dem Pumpspender einen Namenszug zu sehen. Rein zufällig versteht sich.

Damit alles sehr seriös und wissenschaftlich ist, gibt es sogar noch einen Doktor von der renommierten Berliner Charité dazu, der uns die Anwendung dieses Pumpspenders erklärt. Draufdrücken und über den Klecks freuen, der so gross ist, wie eine Kronenkorkenfüllung! War das jetzt Bildungsfernsehen!

Ein Schelm der Böses dabei denkt.

Dann schaute ich heute früh bei Sat1 Akte vorbei und entdeckte leider nicht die Sendung, doch die Horrorschlagzeile, die Eincremetipps und den Service: „UV-Check“. Der führte mich dann geradewegs auf die Seite eines Produktes – man glaubt es kaum…mit dem schon bekannten hellbraunen Pumpspender. Mit dieser cleveren Idee der ausreichenden Verwendung der Creme. Wenn man nun bei dieser Firma mal auf die Downloadseiten schaut, wird es heimelig, denn da kommt nämlich wieder ein guter Bekannter: der gute Onkel Doktor aus der renommierten Charité. Nein, nicht der aus der Sendung mit Herrn Meyer, es gab da noch vor ein paar Tagen eine Sendung im Frühstücksfernsehen und da ist eben diesmal ein anderer Onkel Doktor, sogar der Leiter des Hauttumorcentrums Charité: Prof. Dr. med. Eggert Stockfleth, der uns die Vorzüge der richtigen Dosierung mittels hellbraunem Pumpspenders vorführt.

Was und wem soll man eigentlich noch glauben?
Jedem der sich ein bischen mit Werbestrategie beschäftigt, erkennt schnell das Muster: Panik machen und Lösung bieten. Bloss nicht direkt mit „Kauf mich“, sondern verpackt in „seriösen und wissenschaftlich fundierten“ Informationen.

Es ist sicher hochgradig altmodisch und verdienen werde ich an meinen Tipps zum Sonnenschutz soundso nichts, ich wiederhole sie jedoch gern:

– nicht in der Sonne braten, sondern bewegen, sich eher im Schatten aufhalten – das schont die Haut, den Kreislauf und den Geist! – und sicher auch Ihren Geldbeutel
– soviel chemischen Sonnenschutz wie unbedingt nötig, lieber so wenig wie möglich: völlig unklar und unerforscht sind die Auswirkungen des Cocktails aus verschiedensten Kosmetika, Staub, Schweiss, Kleidungsfasern u.v.a.m. auf unserer Haut.
– Baden und Duschen:  zum Entfernen des gesamten Cocktails reicht es nicht, nur Wasser drüberlaufen zu lassen. Denken Sie an ein Auto, dass nur nass abgespritzt wird. Deutlich sieht man den Schmutz wieder nach dem Trocknen. Ebenso bei Ihrer Haut: um die Mischung aus Chemikalien, Emulgatoren, künstlichem Fetten und Ölen, Hautfett, Staub und sonstigen Partikeln von Ihrer Haut zu entfernen, ist ebenso eine mechanische Entfernung notwendig. Benutzen Sie einfach wieder einen Waschlappen von Kopf bis Fuss.  Dieses sanfte Peeling tut der Haut gut und führt auch zu einer gleichmäßigeren Bräune.
– Wer unter sogenannten Sonnenallergien leidet, sollte auch in Betracht ziehen, dass er ggf. nicht auf die Sonne allein allergisch reagiert, sondern ggf. auch auf den o.a. Cocktail (hier Beitrag über Sonnenallergien)

Fazit: nicht nur die Haut ist dringend vor zuviel Sonnenstrahlung zu schützen, sondern auch der gesunde Menschenverstand muss vor zuviel Strahlung aus Panik+Lösung geschützt werden.

Wie schützen Sie sich vor zuviel Strahlung? Teilen Sie uns doch hier Ihren ultimativen Tipp für die perfekte Sommerbräune mit.

 

 

 

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